Häufig gestellte Fragen

 

Sie können uns gern Ihre Fragen senden. Es ist aber von Vorteil, vorher diesen Katalog häufig gestellter Fragen zu lesen, denn erfahrungsgemäß sind 9 von 10 Fragen dadurch beantwortet!

 

Zu Biogas

... werden in Biogasanlagen Rohstoffe verbrannt? Nein, sie werden vergoren
... Braucht man nicht mehr Energie, um die Rohstoffe anzubauen, heranzubringen, zu vergären, den Gärrest wegzubringen und die Anlage zu bauen, als man erzeugt?

 Nein, nur etwa die Hälfte (Studie von Joanneum Research, Graz 2001)

... welche Betriebszeiten hat eine Biogasanlage? Sie arbeitet das ganze Jahr rund um die Uhr. Die Befüllung erfolgt täglich und dauert nach Anlagengröße eine halbe bis eine Stunde.
... kann die Anlage auch Strom oder Wärme allein erzeugen, oder nur in Kombination?

Das Gas wird in einem Blockheizkraftwerk so verwertet, dass je nach Technik aus 30-40% der im Gas steckenden Energie Strom erzeugt werden, und aus 40-45% Wärme. Neue Techniken, die noch mehr Energie – insbesondere Strom – erzeugen können – werden in den nächsten Jahren marktreif – auch die BEB beschäftigt sich intensiv mit ihnen.

... könnte man in einer Biogasanlage auch Müll vergären? Alle nichtholzigen, zerkleinerten organischen Stoffe, die nichts enthalten, was für Biogasbakterien giftig ist, können zu Biogas vergoren werden. Das Gas, das in Kläranlagen und Mülldeponien anfällt, entsteht auch durch Gärung. Anlagen, wie die BEB sie errichtet, eignen sich von der Konzeption her nur zum Vergären von landwirtschaftlichen Rohstoffen, also Pflanzen und etwa 10% Tiermist und Tiergülle.
... Wie viel muss angebaut werden? Eine Anlage, die 4 Millionen Kilowattstunden erzeugt benötigt etwa 3 km2 Anbaufläche. Alle Einfamilienhäuser der Stadt Eggenburg verbrauchen 5, die Mehrfamilienhäuser 4 Millionen kWh.
... Schaut die Landschaft dort, wo Bauern Energiepflanzen produzieren, gleich aus? Ja, die Fruchtfolgen müssen eingehalten werden, es werden die gleichen Feldfrüchte gebaut wie bisher, nur eben am Feld gehäckselt statt gedroschen, weil man die ganze Pflanze verwertet und nicht nur das Korn.
... Kann man mit Biogas nur Blockheizkraftwerke betreiben oder kann Biogas mehr? Biogas kann mehr! Mit Biogas könnte man (umgerüstete) Gasgeräte betreiben, mit Biogas kann man Auto fahren, Kälte erzeugen, Biogas kann man mit Erdgas vermischt ausliefern. In Folge der Liberalisierung des Gasmarktes und der Fortschritte der Gasreinigungstechnik werden derartige Lösungen in den nächsten Jahren sehr aktuell. Mit Brennstoffzellen kann künftig zudem mehr Strom (bei weniger Verlusten und weniger Wärmeerzeugung) aus dem Gas herausgeholt werden.
... Ist der Gasmotor nicht sehr laut? Ja, aber der Motorenraum wird gut isoliert, so dass man vor dem Haus nur ein flüsterleises Geräusch hört.
... wieso 500 kW-Anlagen – wieso nicht viele kleine oder wenige große? Kleinanlagen sind in Anschaffung und Betrieb pro erzeugter Kilowattstunde teurer. Anlagen ab 1 MW sind zwar günstig zu bauen, aber die ausgegorene Edelgülle müsste dann bis zu 20 km weggeführt werden, was nicht im Sinn des Umweltgedanken ist.
... Bringt eine Biogasanlage etwas für das Klima? Durch eine 500 kW-Anlage wie die in Eggenburg werden über 800 t CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart. 10% der Kohlendioxidemissionen, die von den Menschen im Stadtgebiet verursacht werden (ausgenommen Verkehr, aber einschließlich der Emissionen für die Erzeugung der in der Stadt verbrauchten Güter) können durch Biogas auf einen Schlag eingespart werden. Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas ist das am meisten wirksame aller realistisch machbaren Vorhaben für Klimabündnisgemeinden. Wird auch der Großteil des anfallenden tierischen Mists in die Anlage eingebracht, ist der Wert noch deutlich besser, denn aus Misthaufen entweicht das stark klimawirksame Methan in die Atmosphäre.
... Ist Strom oder Erdgas nicht noch sauberer? Die Umweltbelastung bei Strom und Erdgas erfolgt nicht am Ort des Verbrauchs, sondern entlang des ganzen Wegs – da sind Ölfackeln und Öllachen in den Abbaugebieten Sibiriens ebenso zu bedenken wie Tankerunfälle und die Bedrohung für Terror und Kriegsmächte, die der Ölreichtum einer Region stets hervorruft. Und 19% des bei uns verbrauchten Stroms ist Atomstrom; viele der Atomkraftwerke sind 30 Jahre alt und älter und könnten heute so nicht mehr gebaut werden, und das erste Endlager wird erst jetzt gebaut; es wird so aufwändig, dass man die Gesamtkosten des Atomstroms nun neu bewerten muss.
... Stinkt eine Biogasanlage? Biogasanlagen müssen vom Anfang bis zum Ende flüssigkeits- und gasdicht errichtet werden und können daher nach draußen keinen Geruch abgeben. Zum Betrieb einer Biogasanlage gehört ebenfalls ein Flachsilo. Beim Befüllen der Anlage wird ein Flachsilo aufgemacht und Silage entnommen. Da spürt man Silagegeruch wie in einem Bauernhof, wo gerade siliert wird. Problematisch hinsichtlich Geruch kann es mit austretenden Sickerwässern werden, wenn diese in der Sonne verdunsten. Um dies zu vermeiden werden diese entweder regelmäßig weggewaschen oder aber der Abfluß wird unter Folien durchgeführt. Etwas anderes ist es bei Biogasanlagen, die zu Schlachthöfen dazugebaut werden. Die Rohstoffe, mit denen diese befüllt werden, können ganz schön stinken, und die Zusammensetzung der eingefüllten Stoffe ändert sich dauernd, dadurch wird die Anlage auch meist schwer regelbar.
... Stinkt der Gärrest, also die Gülle, die bei der Gaserzeugung überbleibt und aufs Feld zurückkommt? Diese Gülle ist ausgegoren und stinkt nicht mehr. In ein paar Metern Nähe kann man einen leichten, nicht unangenehmen Geruch wahrnehmen. Abgesehen davon ist es ein hochwertiger Dünger, der wieder zurück auf das Feld gebracht wird.
... Welche Störungen und Unfälle könnten auftreten? Produziert die Anlage aus welchen Gründen auch immer Biogas mit allzu wenig Methangehalt, wird sie außer Betrieb genommen und neu angefahren. Für die Dauer von Wartungsarbeiten am Blockheizkraftwerk kann das Gas zwischengespeichert werden. Biogas ist weniger leicht entflammbar als Erdgas (es hat etwa den halben Energieinhalt von Erdgas), dennoch gelten strengste gasrechtliche Schutzbestimmungen.
... Gibt es schon viele solche Anlagen? In Österreich über 100. Führend sind Großbritannien, Dänemark und Frankreich. Jährlich steigt die Zahl der Biogasanlagen in Österreich um etwa 10%, aber die Durchschnittsgröße der Anlagen steigt ebenfalls an. Die Ökostromziele der EU bedeuten: Bald werden Biogasanlagen zur normalen Ausstattung einer Gemeinde gehören.

 

Zur BEB Bioenergie AG

... Wieso ist die BEB kein Verein, keine GmbH, sondern eine AG? Die Form der AG ist steuerrechtlich die sinnvollste für die Anleger/innen.
... Wem gehört die BEB? Allen, die mitmachen – es finden immer wieder Kapitalerhöhungen statt, bei denen neue Aktionär/inn/e/n dazukommen.
... Will die BEB nur Biogas erzeugen? Die BEB will Energie aus erneuerbaren Quellen überall dort erzeugen, wo es ökologisch sinnvoll und ökonomisch rentabel ist. Da sich in diesem Bereich viel tut, beschäftigt sie sich viel auch mit den neuesten Technologien.
... Wer kann mitmachen, und was kostet das? Es kann jeder mitmachen, der möchte. Der aktuelle Aktienkurs ist dem Zeichnungsschein der jeweiligen Kapitalerhöhung zu entnehmen oder im Büro der BEB zu erfragen.
... Kann man eine gekaufte BEB-Aktie auch wieder verkaufen? Ja es wird ein Handelsplatz installiert werden.
... Welche Rendite aus einer Beteiligung an der BEB kann ich erwarten? Zieht man die Windkraftaktie als bereits am Markt etabliertes ähnliches Produkt zum Vergleich heran, oder Bioenergieaktien deutscher Unternehmen, so erkennt man, dass erneuerbare Energie sich nicht nur sehr gut, sondern in ununterbrochener Folge immer positiv entwickelt hat, weil das Wissen der Menschen, dass diese Energieformen kommen müssen, stetig wächst.  Traumrenditen sind nicht drin, so hoch legt der Staat die Ökostromtarife nicht fest, wohl aber so hoch, dass der gesellschaftliche Anreiz für diese Anlageform gegeben ist. Die Aktien sind nicht börsennotiert und den hektischen Schwankungen der Börsen nicht unterworfen.
... In welchen Gegenden will die BEB aktiv werden? Wir kommen aus Niederösterreich und Niederösterreich wird immer unser Schwerpunkt bleiben. Im Interesse eines krisenstabilen Kurses sind Standorte jenseits der Landesgrenze jedoch in Planung.
... Wie ist sichergestellt, dass nicht ein großer Konzern die Mehrheit kauft? Durch eine Stimmrechtsbeschränkung in den Statuen.