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Digitalisierungs-Musterregionen im Waldviertel


Digitalisierungs-Workshop zum Themenfeld Bildung in der HAK Waidhofen/Thaya

In den Kleinregionen Zukunftsraum Thayaland und StadtLand wird derzeit eines der größten flächendeckenden Breitbandnetze Mitteleuropas auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt errichtet. Diese zukunftsweisende Infrastruktur erlaubt nahezu grenzenlose Bandbreiten. Um diese auch optimal zu nutzen, wurde ein LEADER-Projekt ins Leben gerufen, an dem Geschäftsführer Gerhard Linhard mitarbeitet.

„Fibel Smart-Regions“

Die durch den Breitbandausbau in den beiden Kleinregionen hervorgerufenen Entwicklungschancen und –möglichkeiten sollen im LEADER-Projekt „Digitalisierungs-Musterregion Waldviertel" aufgezeigt, diskutiert und weiterentwickelt werden.

Die Ergebnisse bilden die Basis für die Umsetzung einer „Digitalisierungs-Musterregion“. Damit wird ein wichtiger und nachhaltiger Entwicklungsschritt für die Grenzregion gestartet, aufbereitet als „Fibel Smart-Regions“.

Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum

Der Breitband-Internetzugang ist ein Fundament des digitalen Wandels und kann als Element der Daseinsvorsorge für jedermann zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und an der Gesellschaft sicherstellen. Dazu bedarf es neben der technologischen Betrachtung auch notwendiger Rahmenbedingungen in Bezug auf Recht, Diskriminierungsfreiheit (Netzneutralität) und Standardisierung.

Die beiden Kleinregionen haben die einmalige Chance, alle aktuellen Themen der Digitalisierung umzusetzen und dabei auch gleich die nächste Generation der Digitalisierungs-Technologien (5G, Internet der Dinge, autonome Systeme, etc.) zu implementieren. Die Region ist somit prädestiniert, Pilotanwendungen durchzuführen, Unternehmen im Technologie-Bereich anzusiedeln, neue Wege im Bereich der Bildung anzudenken und innovative Verwaltungsservices zu testen.

Anhand der Themenfelder Klimaschutz und Energieversorgung, Umweltverbrauch, Mobilität, Betreuung/Pflege, soziale Verantwortung und Bildung wird dargestellt, wie regionale (Innovations-)Unternehmen, Verwaltungen, soziale Dienstleister, Schulen und Bildungseinrichtungen sowie Privatpersonen, Vereine und Ehrenamtliche das Netz nachhaltig für neue Dienste und Services nutzen können. Aber auch, welche ethischen sowie Fragen nach der Demokratisierung von Wissen sich mit der Nutzung auftun.

Digitalisierungsstrategie und detaillierter Projektplan

Die Regionen sollen in die Lage versetzt werden, Pilotanwendungen durchzuführen. Dazu wird, entsprechend der Digitalisierungsstrategie, ein detaillierter Projektplan erarbeitet, der eine schnelle und effiziente Umsetzung von (Pilot)Maßnahmen ermöglicht.

Mit fünf Workshops zu den Themenfeldern Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Kultur, Bildung sowie Soziales, Aus- und Weiterbildung und Verwaltung wurde versucht, Personen aus allen Lebensbereichen in die Projektentwicklung mit einzubinden.

Die Digitalisierungsstrategie, die federführend von der Wallenberger & Linhard Regionalberatung erarbeitet wird, wird in einigen Wochen vorliegen.

Der Einsatz neuer, auf ländliche Regionen zugeschnittener, Informations- und Kommunikationstechnologien bietet Chancen: Standortnachteile und lange Wege können ausgeglichen werden. Dadurch öffnen sich neue Türen für Handel, Bildung oder medizinische Versorgung. Was vielleicht noch nach Zukunftsmusik klingt, soll in den Regionen erprobt werden.