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Pendleranalyse AKNÖ inkl. Gratis-Downloads


Die neue Pendleranalyse der AKNÖ ist da! Hätten Sie gedacht, dass das Weinviertel mit 63,1% den höchsten AuspendlerInnenanteil NÖs hat? Oder dass aus dem Industrieviertel mittlerweile 127.590 Personen aus- und 112.611 Personen einpendeln? Wir haben einige Details für Sie zusammengetragen - auch als Karte und Diagramm zum Gratis-Download.

Wien als Top-Pendlerziel 

172.879 ArbeiternehmerInnen pendeln in andere Bundesländer. Davon 85,9% nach Wien ( = 148.560) und 8,9% nach Oberösterreich ( = 14.843). Die Unterschiededieser Anteile bei den NÖ Bezirken, die Wien als Ziel haben, variieren stark. Hierspielt die Entfernung die wesentlicheRolle. Die Werte reichen von einem Anteil von2,3% im Bezirk Amstetten bis zu einem Anteil von59,2% im Bezirk Wien-Umgebung. Insgesamt betrachtet bedeutet dies, dass mehr alsjede/r vierte Niederösterreicher/in (26,3%) in Wien arbeitet.

Aber auch aus Wien steigt der Pendlerstrom. Von 90.068 Personen, die aus anderen Bundesländern nach NÖ zur Arbeit einpendeln, stammen bereits 54.470 aus Wien (Zuwachse von 5,5%). Auch aus dem Burgenland und der Steiermark gibt es mit 17.005 Personen einen beachtlichen täglichen Pendlerstrom.

Und auch überregional herrscht reger Pendlerverkehr

Zum zweiten Mal bei einer PendlerInnenanalyse wird die Zahl der EinpendlerInnen nach NÖ aus dem Ausland ausgewiesen. Der Anteil ist von5,1% auf 11,9% gestiegen und bedeutet eine Verdoppelung der EinpendlerInnen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn. 

Pendleranalyse seit 25 Jahren

Die Arbeiterkammer Niederösterreich untersucht seit 25 Jahren in regelmäßigen Abständen das Pendelverhalten der niederösterreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnnen. Die aktuellste Studie stammt aus dem Jahr 2014 und ist kürzlich erschienen [Download pdf]. 

 

Laut AKNÖ stechen drei Merkmale in diesem Zeitraum besonders hervor

1. Die Zahl der AuspendlerInnen, die mindestens eine Bezirksgrenze oder die Landesgrenze überqueren, hat sich verdoppelt.
2. Die Zahl der EinpendlerInnen in einen Bezirk oder in das Bundesland Niederösterreich hat sich um 132% erhöht.
3. Erstmals gibt es mit 10% einen nennenswerten Anteil von EinpendlerInnen aus den benachbarten EU-Ländern.

Pendlerverflechtungen im Jahr 2014

Im Jahr 2014 arbeiteten mehr als die Hälfte der 564.877 Beschäftigten aus Niederösterreich nicht in ihrem Heimatbezirk ( = 288.129 AuspendlerInnen). Das ist eine Steigerung um 8% seit 2009. Spitzenreiter bei den AuspendlerInnenanteilen sind nach wie vor Wien-Umgebung, Bruck/Leitha und Gänserndorf. Auch die Bezirke Korneuburg, Mödlingund Hollabrunn zeigen Werte von über 60% derwohnhaft Beschäftigten, die auspendeln. Am anderen Ende der Skala befinden sich mitden niedrigsten Werten die Bezirke St.Pölten, Gmünd und Amstetten.
Dadurch, dass die Werte für die EinpendlerInnenstärker wachsen als die der AuspendlerInnenverringert sich die Spanne der beiden Werte, wodurch der negative PendlerInnensaldo kleiner wird. Insgesamt betrachtet bleibt der PendlerInnensaldo in Niederösterreich aber negativ ( - 82.811).

Die wichtigsten Ergebnisse 2009 - 2014

564.877   wohnhaft Beschäftigte ( + 3,9%)
482.066   Arbeitsbevölkerung ( + 5,2%)

288.129   (Bezirks-)AuspendlerInnen ( + 8,0%)
205.318   (Bezirk-)EinpendlerInnen ( + 13,3%)
  82.811   Differenz Aus-/EinpendlerInnen ( - 2.918)

172.879   AuspendlerInnen in andere Bundesländer
  90.068   EinpendlerInnen aus anderen Bundesländern

  10.720   EinpendlerInnen aus den Nachbarstaaten

PendlerInnenmobilität

Die PendlerInnenmobilität,also die Bereitschaft zur Mobilität, steigt weiterhin (+ 5%). Ersichtlich wird dies durch den Index der PendlerInnenmobilität (Summe der Ein- und AuspendlerInnendurch die wohnhaft Beschäftigten), da die Summe der EinpendlerInnen und AuspendlerInnenabsolut stärker zugenommen hat als die Zahlder wohnhaft Beschäftigten in Niederösterreich. Dieser Index liegt in NÖ momentan bei 87,4.


Die Daten der Pendleranalyse 2014 der AKNÖ sind auf Regions- und Bezirksebene ab sofort in unseren Gemeinde- und Regionsprofilen enthalten!


Zusammengefasst von: Mag. Nina Sillipp