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Pressekonferenz von RIV und Verein Interkomm


Josef Wallenberger ist überzeugt von der Zukunftsfähigkeit des Waldviertels © RIV/APA OTS/Hörmandinger

Der Immobilienmarkt Waldviertel ist besser als sein Ruf. Aus dieser Überzeugung heraus gaben Raiffeisen Immobilien und der Verein Interkomm gemeinsam eine Pressekonferenz. Josef Wallenberger war als Experte der Waldviertler Regionalentwicklung mit dabei!

Raiffeisen Immobilien ist überzeugt vom gestiegenen Wert des 'Wohnen im Waldviertel'

Wohnen am Land ist wieder gefragt. Das Waldviertel ist dafür ein gutes Beispiel. Ehemals von Abwanderung geprägt, sind seit 2009 mehr als 45.000 Menschenin die Region gezogen! Das wirkt sich positiv auf den Immobilienmarkt aus. „Der Immobilienmarkt im Waldviertel ist definitiv besser als sein Ruf. Die aktuelle Nachfragesituation lässt die Preise steigen", so Peter Weinberger, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien, anlässlich der Pressekonferenz zum Thema "Wohnen im Waldviertel" am 26. März 2019.

2018 wechselten im Waldviertel rund 2.200 Immobilien den Besitzer, um 27% mehr als noch vor fünf Jahren. Der Wert der verkauften Objekte belief sich dabei auf rund 143 Millionen Euro und hat sich im Vergleich zu 2013 um 66% gesteigert. Die Preise für neue Einfamilienhäuser stiegen in den vergangenen zehn Jahren in den Waldviertler Bezirksstädten (ohne Krems) bis zu 20%, in den Landgemeinden um etwa 10 bis 15%. Auch "gebrauchte" Einfamilienhäuser verzeichneten, je nach Lage und Zustand, einen Zuwachs von etwa 10 bis 20%, ebenso Eigentumswohnungen in den Bezirksstädten. Gleich geblieben sind die Preise für Grundstücke in den Landgemeinden, da Bauland hier noch ausreichend vorhanden ist.

Eine Immobilie leer stehen zu lassen bedeutet Risiko

Mangelware sind im Waldviertel laut Raiffeisen Immobilien "gebrauchte" Häuser und Wohnungen in guter Lage und in gutem Zustand.

Wie kommt das? Viele Besitzer leerstehender Objekte verkaufen nicht, weil sie auf weiter steigende Preise spekulieren. Aber auch die aktuell niedrigen Spar-Zinsen verleiten zum Zuwarten.

Diesen Überlegungen liegt jedoch ein Trugschluss zugrunde: Die Menschen gehen davon aus, dass Immobilien nicht an Wert verlieren können und lassen daher Häuser oder Wohnungen ohne Bedenken leer stehen. Nun stimmt es zwar grundsätzlich, dass Grund und Boden nicht beliebig vermehrbar ist und daher langfristig an Wert gewinnt. Das gilt jedoch keineswegs für die darauf errichteten Gebäude, im Gegenteil: Wer ein Haus längere Zeit leer stehen lässt, riskiert einen Wertverlust von bis zu 5% pro Jahr, abhängig von Alter und Zustand des Objektes. In den ersten Jahren ist der Wertverlust relativ sogar noch größer.

Weinberger: „Wir raten allen Eigentümern von leerstehenden Immobilien, die gute Marktlage im Waldviertel zu nutzen und zu verkaufen – und den Verkaufserlös in einer neuen Vorsorgewohnung anzulegen. Für die (Zwischen)Finanzierung bieten die Raiffeisenbanken geeignete Angebote, und um die ertragreiche Vermietung der Vorsorgewohnung kümmern wir uns.“ Je nach Lage der Vorsorgewohnung und Höhe des Verkaufserlöses sind Renditen von 3 bis 4% erzielbar.

Das Waldviertel, ein unterschätzter Standort

Die Folgen der Abwanderung zwischen den 1950er und 1990er Jahren, der demografische Wandel und die damit verbundene Altersstruktur stellten große Herausforderungen dar für das Waldviertel, - eine 4.615 km² große Region im nördlichen Niederösterreich mit 217.500 HauptwohnsitzerInnen und 51.500 NebenwohnsitzerInnen.

"Die Entwicklungen der letzten 10 Jahre zeigen, dass die Region diese Herausforderungen meistert und als Wohnstandort wettbewerbsfähig ist. Der Fall des Eisernen Vorhangs, Folgeinvestitionen in Infrastruktur, die günstigen Immobilienpreise sowie gesellschaftliche Trends wirken positiv auf die Standortattraktivität: Zwischen 2009 und 2017 haben 44.246 Personen hier ihren Hauptwohnsitz begründet", berichtete Josef Wallenberger, Geschäftsführer der Wallenberger & Linhard Regionalberatung.

Das Waldviertel steht heute für leistbares Wohnen und gesundes Leben, für sozialen Zusammenhalt und wenig Kriminalität, für ein großes Angebot an Sport und Kultur. Aber auch die guten Schulen (wie HTL Karlstein, HLUW Yspertal oder die Wirtschaftsakademie = HAK in jeder Bezirksstadt), Co-Working-Spaces für Start-ups, interessante Lehrstellen und viele freie Arbeitsplätze für gut ausgebildete Personen und Fachkräfte sprechen für die Region.

Die Verbindungen innerhalb des Waldviertels und die Anbindung an die Zentralräume werden laufend verbessert und bringen Städte wie Wien, St. Pölten, Krems und Linz näher heran. Damit sind längst nicht nur Straßen gemeint, sondern auch der Ausbau der Breitbandinfrastruktur, der der Region viele Chancen bringt.

Mehr Infos zum Wohnen, Arbeiten und Leben im Waldviertel unter www.wohnen-im-waldviertel.at