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Wallenberger über Wohnen in der Zukunft


Die Referenten des Symposiums "Wie wir wohnen werden" rund um Initiator und Präsident des Alois Mock Instituts Wolfgang Sobotka (3.v.l.) © Philipp Monihart

GF Josef Wallenberger war einer der Referenten beim Symposium des Alois Mock Instituts „Wie wir wohnen werden – die Zukunft des Wohnbaus“ am Freitag 19. Jänner 2018. Alle Referenten waren sich einig, dass die Digitalisierung und der soziale Wandel für den ländlichen Raum neue Möglichkeiten eröffnen. Autonomes Fahren, Schnelles Internet, leistbarer Wohnraum und sozialer Anschluss sind dabei wichtige Faktoren. 

Symposium „Wie wir wohnen werden − die Zukunft des Wohnbaus zwischen Grundbedürfnis und Luxusgut“

Land Niederösterreich und das Alois Mock Institut – Forum für Zukunftsfragen veranstalteten am Freitag, 19.1.2018 auf der Messe Tulln im Zuge der Messe HausBau + EnergieSparen Tulln das Symposium „Wie wir wohnen werden – die Zukunft des Wohnbaus zwischen Grundbedürfnis und Luxusgut“.

Bei diesem Symposium ging es um die Frage, was die Wohnbaupolitik leisten mus, damit Wohnen nicht zum Luxusgut wird und zugleich seine Qualität behält! Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wohnbau, Raumordnung, Demographie, Soziologie, Trendforschung und Genetik skizzierten anhand von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion die Zukunft des Wohnens.

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, es kommen immer neue Wohnformen und Wohnkonstellationen auf und der Wohnungsmarkt wird immer knapper und damit teurer. Doch wie kann und wird der Wohnraum der Zukunft wirklich aussehen?

Einblicke und Prognosen dazu gaben unter anderen Bundesminister Heinz Fassmann, Biogenetiker Markus Hengstschläger und Regionalentwickler Josef Wallenberger.

„Wohnen braucht mehr als Wohnraum“

Zu Beginn der Tagung lud Josef Wallenberger die Anwesenden dazu ein, einen Blick durch seine Brille der Regionalentwicklung auf das Thema Wohnen in der Zukunft zu werfen. 

Unter dem Motto: Wohnen braucht mehr als Wohnraum!

Wallenberger beleuchtete die vielfältigen Motive, den eigenen Wohnstandort zu wechseln:  berufliche Gründe, neue Lebensphase (erste eigene Wohnung, Ausbildung, Partnerschaft/Trennung, erstes Kind, Pension,..), Wunsch nach größerem Wohnraum, ... 

Je nachdem machen sich Menschen Gedanken zum Thema Wohnen, zuerst noch unscharf bzw. Anlassbezogen, dann umfassender und intensiver. 

Der Preis, die Erreichbarkeit, das Umfeld für die eigenen Kinder, schnelles Internet, .. das und noch viel mehr wird beim Entscheidungsprozess beleuchtet.

Spannend zu beobachten ist, dass 50% der Menschen, die Wohnraum suchen, schlussendlich etwas anderes kaufen oder mieten als sie ursprünglich geplant hatten.

Denn durch die individuelle Beschäftigung mit dem Thema Wohnen bzw. Umzug wird plötzlich aus dem Wunsch nach einem Bauernhaus am Land dann doch das kleine Haus im Gründergürtel der Bezirksstadt mit gutem Bahnanschluss und mit kleinem Garten oder aus dem Wunsch nach einer Villa in Baden eine Wohnung in der Josefstraße, die gerade noch leistbar ist.

Und damit befindet man sich in vielen Themenfeldern der Kommunal- und Regionalentwicklung.

Anhand der vier Leuchttürme (1) Demografie, (2) Digitalisierung, (3) Lebenswelten und (4) Arbeit/Einkommen brachte Wallenberger Daten und Fakten zu aktuellen Entwicklungen und zu den Auswirkungen auf den Wohnraum.